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Wie funktioniert South Park: Phone Destroyer?

16.06.2017
South Park: Phone Destroyer

Das frisch angekündigt South Park Mobile Game ist in einigen Ländern bereits erhältlich. Deshalb habe ich mir die ersten Videos angesehen und für euch alles Wissenswerte zusammengefasst:

Gameplay

Man sammelt Karten, die verschiedene Kämpfer symbolisieren. Natürlich handelt es sich dabei um kostümierte South Park Charaktere. Während eines Kampfes, der in Echtzeit abläuft, sieht man seinen eigenen Avatar auf der linken Seite und den Gegner auf der rechten. Beide spielen Handkarten aus, um ihre Kämpfer auf das Feld zu schicken. Diese haben unterschiedliche Fähigkeiten und kämpfen ganz automatisch – nur bestimmte Special Powers muss man selber aktivieren, und danach müssen sie erst wieder aufladen. Karten auszuspielen kostet Energie, die sich mit der Zeit ebenfalls von selber auflädt. Man muss also taktisch vorgehen und kann nicht einfach wild Karten ausspielen. Stirbt ein Kämpfer, erhält man die Karte wieder auf die Hand. Ziel des Spiels ist es, den Gegner zu töten, bevor man selber zu viel Schaden erleidet.

Einzelspieler Modus

Zu Beginn des Spiels wird man durch ein Tutorial an die Hand genommen und spielt gegen Computergegner. Erfreulicherweise scheint es eine Menge zu tun zu geben, denn man bewegt sich auf einem Spielplan fort, der viele Stages enthält. Je 5 Stages bilden zusammen eine Episode. Die ersten 2 Episoden (Stage 1 – 10) gehören zum Thema Cowboys gegen Indianer und die nächsten 3 Episoden (Stage 11 – 25) zum Thema Roboter gegen Aliens. Es gibt noch weitere, aber ich weiß noch nicht genau, wie umfangreich das Spiel zum aktuellen Zeitpunkt ist. Schafft man eine Stage, erhält man zufällige Belohnungen (Coins, Karten, Kostüme, Upgrade-Items…). Interessant für den Wiederspielwert ist folgendes: Jede Stage wird mit erneutem Durchspielen schwerer und man bekommt dadurch bessere Belohnungen. Jede Episode kann also leveln. Da spätere Episoden ziemlich schwer werden, ist es so gewollt, dass man die früheren mehrmals spielt, um sich selber und sein Kartendeck zu verbessern.

PVP Modus

Hat man sich ein wenig eingespielt, kann man sich an menschliche Gegner wagen, die einem zufällig zugewiesen werden. Diese Kämpfe laufen zwar ein kleines bisschen anders ab, aber die Grundregeln sind natürlich gleich. Im PVP Modus gibt es ein Ranking System mit 50 Stufen, in dem man durch Siege aufsteigen kann. Für jeden Rank gibt es Belohnungen (Ingame Währung oder Karten). Außerdem erhält man Booster Packs (also Pakete mit zufälligen Karten) für jeden Sieg. Nur durch PVP Kämpfe kann man PVP Tickets ergattern, die eine alternative Währung im Shop zu sein scheinen.

Kartentypen

Die geläufigsten Kartentypen sind die, die man als Kämpfer ausspielt. Es gibt davon 3 Klassen: Tank, Assassin und Fighter. Außerdem hat jede Karte individuelle Werte, wie Angriffswert, Lebenskraft und Reichweite. Es scheint außerdem Angriffskarten zu geben, mit denen man keine Figur auf das Feld holt, sondern direkt Schaden anrichtet. Was wirklich gut gelungen ist, ist das Design der einzelnen Karten, bzw. die Figuren, die dahinterstecken. So kann man bei den Indianern z.B. einen als Pocahontas verkleideten Randy in den Kampf schicken.

Karten verbessern

Mit Upgrade Items, die man durch Siege und Boosterpacks erhält, kann man bestimmte Werte einer Karte verbessern. Allerdings kostet dies zusätzlich ein paar Coins. Die Karte steigt durch das Upgrade einen Level auf, der Maximallevel ist aber z.B. auf 5 beschränkt, so dass man sich entscheiden muss, welche Werte man steigern möchte. Man kann diese Grenze erhöhen, indem man mehrere Exemplare der selben Karte sammelt.

Deckbau

Herzstück des Spiels ist das Sammeln der Karten, und deshalb darf man natürlich selber an seinem Deck herumbauen. Soweit ich das verstehe, kann man sein Deck frei aus verschiedenen Themen zusamenstellen, also z.B. Indianer, Cowboys und Rocoter mischen. Ein Deck besteht aus 12 Karten, von denen aber nicht alle jederzeit im Spiel verfügbar sind (hier ist mir anhand der Videos noch nicht ganz klar geworden, ob sie zufälig nachgezogen werden, oder ob man darauf Einfluss hat). Man kann sich sogar mehrere Decks abspeichern. In einem Video habe ich mindestens 60 Karten zählen können, die man entweder durch Zufall finden kann oder in bestimmten Episoden freispielen muss.

Shop

Im Shop kann man neue Karten, Upgrade-Items oder Kostüme erwerben und Währungen tauschen. Außerdem erhält man alle 4 Stunden ein kostenloses Paket mit Karten. Die Währungen hier sind Coins und Cash. Für Coins kann man einzelne Karten oder Upgrade-Items kaufen, die täglich wechseln. Außerdem sind Coins nötig, um seine Karten im Deck zu verbessern. Durch gewonnene Kämpfe im Einzelspieler-Modus kann man anscheinend ganz gut an Coins kommen. Wem das aber nicht schnellt genug geht, der kann sie gegen echtes Geld kaufen. Für Cash kann man größere Pakete kaufen, die neben Coins garantiert seltene Karten enthalten. Seltene Karten sind als „epic“ oder „rare“ gekennzeichnet. Obwohl man Cash hin und wieder auch als Belohnung im Spiel bekommt, ist diese Währung eher für diejenigen gedacht, die echtes Geld investieren möchten. Es scheint auf den ersten Blick glücklichserweise nichts zu geben, was man ausschließlich käuflich erwerben kann. Mit etwas Glück kann man jede Karte erspielen. Die Entwickler haben außerdem versprochen, dass man ohne zu bezahlen genau so viel Spaß haben kann.

Und sonst?

Wie bereits erwähnt kann man alles mögliche leveln – aber natürlich auch sich selber. Durch das Aufwerten von Karten, Siege, etc. steigt man im Level auf und dadurch erhöhen sich Leben und Angriff im Kampf. Es gibt außerdem Achievements und man kann seinen South Park Avatar selber gestalten. Neben Coins, Cash, Upgrade Items und neuen Karten gehören neue Klamotten für den Avatar zu den möglichen Belohnungen nach Kämpfen. Diese haben aber keine Auswirkungen auf das Spiel.

Waren Trey und Matt wieder involviert?

Ja, genau wie bei den beiden „großen“ South Park Spielen haben sie nicht nur ihren Segen gegeben, sondern es gibt eine Menge Dialoge der Originalsprecher. Entwickelt wurde das Spiel ebenfalls von Ubisoft, allerdings von einem anderen Team: RedLynx. Das finnische Entwicklerstudio ist vor allem für die beliebte „Trials“ Reihe bekannt.

Und wo bekomme ich es jetzt, verdammt?!

Das kostenlose „South Park: Phone Destroyer“ erscheint für Android und iOS. Die Android Version ist bereits in einigen skandinavischen Ländern erhältlich (ausgerechnet Dänemark! ;)), weil es dort getestet werden soll, bevor es weltweit erscheint. Ein Termin für Deutschland steht leider bisher nicht fest. Man kann sich das Spiel mit einigen Tricks bereits jetzt schon herunterladen, aber da ich mir nicht sicher bin, wie legal das ist, verweise ich euch lieber auf Google, als es hier zu erklären.

10 Kommentare zu “Wie funktioniert South Park: Phone Destroyer?

  1. M

    Die Version für iOS konnte ich über den dänischen Store leider nicht finden. :-(

  2. Zwerg-im-Bikini

    Tut mir leid, das war falsch formuliert. Es wird zwar später für Android und iOS erscheinen, aber momentan gibt es anscheinend nur die Android Version in Skandinavien. Ich habe das jetzt oben im Text umgeschrieben.

  3. JochenS

    Was für Heuchler. Kritisieren die Free to play Praxis, aber bieten so was an. Mir egal ob das jetzt durchspielbar ist in einem Jahr oder so.
    Auch dass die damals bei der Moopfolge sich gegen DRM ausgesprochen haben, aber nun noch Denuvo auf Fractured but Whole raufgeballert wird.. jao.

    Wendehälse wie Republikaner eben nun mal sind.

  4. maz

    Ich habe das Spiel noch nicht gespielty deshalb will ichs auch noch nicht kritisieren. Es gibt ja schon verschiedene free to play Spiele. Entscheidend finde ich, dass man maximal so 50€ susgeben kann. Spiele wo man taudende von Euros investieren kann sollten echt verboten werden. Und natürlich das der Pay Vorteil gering bis nicht existent ist

  5. Zwerg-im-Bikini

    @JochenS: Trey Parker und Matt Stone sind keine Republikaner. Das ist eine der wichtigsten Lektionen, die man als South Park Fan lernen sollte ;) Wenn sie einer politischen Richtung besonders nahe stehen, dann den Liberalen (Trey Parker war oder ist sogar Mitglied), aber selbst die kritisieren sie gerne. Leider hat jeder schon versucht, sie für sich zu vereinnahmen, aber wenn man South Park Folgen und Interviews aus 20 Jahren vergleicht, kommt man leicht zu dem Schluss, dass sie sowohl gegen Demokraten als auch Republikaner austeilen. In manchen Bereichen stimmen sie mit den einen überein, dann wieder mit den anderen. Und sie gehen ja anscheinend nicht mal wählen. Bei der letzten Wahl warsen sie allerdings für Clinton.

    Was Free to Play und DRM angeht, kann man die Entwicklung aber natürlich kritisch sehen. Das hat nur nichts mit Politik zu tun, sondern eher mit den Gesetzen der Gamingbranche. Wenn man zu einem großen Publisher wie Ubisoft geht, der ja nun anders als beim letzten Spiel auch noch direkt der Entwickler ist, kommt man nicht drum herum, sich dem Markt unterzuordnen. Sie hätten das umgehen können, indem sie sich einen anderen Publisher (und damit auch Entwickler) suchen, möglicherweise einen kleinen unabhängigen.

    Allerdings kann ich mir schon vorstellen, weshalb sie das nicht getan haben… die South Park Spiele vor The Stick of Truth waren mies, das kann man nicht beschönigen. Und ich meine nicht nur die ersten von Acclaim, sondern auch die Mobile Games danach. Trey Parker und Matt Stone sind passionierte Videospieler, und sie haben häufig erzählt, wie sehr es sie geärgert hat, dass es keine guten South Park Spiele gibt. Sie haben jahrelang nach dem richtigen Partner dafür gesucht. In Ubisoft haben sie den – wenn auch eher unfreiwillig – gefunden, und The Stick of Truth war ein überragender Erfolg, sowohl bei Fans als auch Kritikern. Sie wollen weiter AAA Games machen, mit der Grafik der Serie, was technisch schon eone gewisse Heruasforderung darstellt. Da liegt es nahe, dass sie die Zusammenarbeit fortsetzen. Und offenbar ist ihnen das wichtiger, als gegen DRM und Free to Play zu sein.

    Free to play finde ich übrigens völlig in Ordnung, denn das System kann funktionieren, ohne die Spieler abzuziehen und ihnen Spielspaß zu rauben. Das kommt halt nur leider selten vor, weil die Mehrheit der Spiele darauf keinen Wert legt. Wir werden sehen, ob das neue South Park Spiel zu den wenigen positiven Beispielen gehören wird… dafür muss man es erst mal eine Weile gespielt haben. Aber sie hätten in der South Park Folge mehr relativieren sollen. Wenn man ein Modell zuerst so sehr verteufelt, und dabei die positiven Ausnahmen ignoriert, braucht man sich tatsächlich nicht zu wundern, wenn die Fans über das eigene Free-to-play-Spiel mit den Augen rollen.

  6. Zwerg-im-Bikini

    An die DRM Sache in Christian Rock Hard erinnere ich mich übrigens gar nicht… welche Szene war das?
    Es ging ja vor allem um illegale Dowloads aus dem Internet und wie Musiker damit umgehen. Was das angeht haben Trey und Matt ihren Standpunkt bei South Park eigentlich immer beibehalten, nämlich dass sie persönlich nicht dahinter her sind, wenn Fans die Folgen herunterladen. Aber sie haben soweit ich mich erinnere nicht gesagt, dass es deshalb keine Schutzmaßnahmen gegen Raubkopierer geben sollte (die gibt es auch bei den South Park Folgen). South Park funktioniert ja sogar schon lange nach einem typischen „free to play“ Modell, denn man kann die Folgen kostenlose legal streamen, wenn man Werbung in Kauf nimmt. Irgendwo muss das Geld ja herkommen ;).

  7. maz

    Ist zwar etwas abweichend vom Thema aber der Player auf der SP Seite ist einfsch der letzte Dreck. Mal starten die Folgen gar nicht, mal ist der Ton Asynchton, dann ist es der Ton einer anderen Folge oder das Bild bleibt stehen.
    Und das habe ich nur auf der SP Seite. 1080p Streams sogar mit 60FPS sind sonnst absolut kein Problem.
    Mir wäre es ja egal 2-3 Werbeclips pro Folge zu sehen, aber wenns nicht dauber läuft schauen ich sie dann doch lieber woanders.

  8. Zwerg-im-Bikini

    Ja, der Player macht bei vielen Problemen. :( Ich habe da zwar keine Insider-Informationen, aber könnte mir denken, dass die deutsche Seite schon länger nicht mehr aktualisiert wird, was die Technik angeht. Sie hat ja das gleiche Grundgerüst wie die U.S. Website, aber seit dort Hulu den Player übernommen hat, hat sich bei uns nicht mehr viel getan (weil der Deal bei uns nicht galt). Vorteil war, dass uns im Gegensatz zu den U.S.A. alle Folgen erhalten blieben… aber dafür haben wir anscheinend den weniger gepflegten Player.

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