Möörchandising
South Park: Phone Destroyers Monetarisierung

02.07.2017

Einen Starttermin für Deutschland hat das Mobile Game South Park: Phone Destroyer zwar noch nicht, aber nach und nach scheint es in mehr Regionen getestet zu werden. Über die Spielmechaniken wissen wir bereits gut Bescheid (siehe hier), aber wie gut funktioniert die Monetarisierung?

Mit Free To Play ist das so eine Sache… in der Seitenleiste habe ich eine Umfrage dazu gestartet. Die Kunden wollen alles so billig wie möglich haben, und gerade bei Apps hat sich die Mentalität durchgesetzt, dass sie gefälligst kostenlos sein sollen. Aber die Entwickler müssen schließlich Geld verdienen. Man bietet Spiele also kostenlos an, ein Shop muss dann aber zum Kauf von Zusatzinhalten anregen. Wie gut dieses System bei South Park funktioniert, hat Ethan Levy in einem aktuellen Gamasutra Artikel analysiert. Er hat in seiner Karriere an vielen großen Spielen mitgearbeitet und sich inzwischen auf Monetarisierung spezialisiert. Dabei ist der Spagat entscheidend, dass man die Kunden zum Geldausgeben bewegen will, ohne den Spielspaß für diejenigen zu ruinieren, die nichts zahlen. Im Falle von South Park liegen Levys Kritikpunkte interessanterweise so, dass das Spiel deutlich mehr dazu anregen sollte, Geld auszugeben. Für die Spieler also eigentlich nichts Schlechtes, aber aus Sicht der Entwickler sieht er hier Verbesserungsbedarf, wenn die Kasse stimmen soll.

5 Kommentare zu “South Park: Phone Destroyers Monetarisierung

  1. DAS_k1ishEe

    Solln se doch zusätzlich anbieten, dass man für nen Festbetrag allen Zusatzcontent freischaltet. Wenn man dan 100€ ausgegeben hat, wird Cartman wahrscheinlich durch den kanadische Teufel ersetzt, der einemmit viel Ironie erklärt, dass man Süchtig ist, wenn man dauernd hier einkauft. Pure Heuchelei! Lieber 20€ dafür, dass ein besessener Stan Cartman die Fresse poliert und dann ist alles kostenlos.

  2. Zwerg-im-Bikini

    Das würde nicht funktionieren, weil in der Realität kaum jemand 20 € Festpreis für ein Handyspiel ausgibt. Wer als Entwickler darauf setzen würde, würde untergehen. Da müssen wir uns leider als Konsumenten selber an die Nase fassen, weil wir mit unserer „Billiger! Billiger!“ Mentalität den App Markt ruiniert haben. Trey und Matt haben wahrscheinlich auch erst realisiert, dass man um gewisse Moneatrisierungsmodelle nur noch schwer herumkommt, als sie selber in de Situation waren, ein Mobile Game zu veröffentlichen.

  3. DAS_k1ishEe

    Wenn das Spiel gut ist und ich merke, dass ich es gern spiele? Natürlich!
    Jetzt finanzieren die 5% Hardcorespieler den Rest mit. Da kann man ja keine Spass mit dem Spiel haben. Mit deiner Attitüde wird sich das erst recht nicht ändern. Nintendo hats richtig gemacht und einen Festpreis verlangt. South Park wäre schon aufgrund der Tatsache, dass sie diese Praxis thematisiert und kritisiert haben in einer exelenten Position gewesen um einen Festpreis zu etablieren. Jetzt ist es zu spät. Das Gameplay wird schon verfunzt genug sein, um Ingamekäufe anzuregen.

  4. Zwerg-im-Bikini

    Bitte nicht so verstehen, dass ich selber so denke :). Das ist doch keine „Attitüde“, sondern ich wollte bloß erwähnen, wie kompliziert die Lage ist. Ich persönlich finde das auch extrem schade und würde lieber einen Festpreis bezahlen, also sind wir im Grunde gar nicht unterschiedlicher Meinung. Aber jeder, der schon mal direkt mit dem App Markt zu tun hat, wird dir bestätigen können, wie schwierig es dort für Entwickler ist. Selbst Nintendo wurde für Mario Run Preis ziemlich angegriffen, und das owohl sie Nintendo sind und den vielleicht höchsten Stellenwert in der Videospieleszene haben. Hier kann ich mich natürlich irren, aber ich glaube nicht, dass South Park den Stellenwert hat, dass sie sich dieses Risiko hätten erlauben können. Hey, aber vielleicht bin ich da auch einfach zu pessimistisch. ;)

  5. Zwerg-im-Bikini

    Die Alternative wäre natürlich gewesen, einfach kein Mobile Spiel zu machen, wenn man sich nicht den dort herrschenden Bedingungen unterordnen will. Dann hätten sie ihr Gesicht vor den Fans auf jeden Fall gewahrt.

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